Ich bin Anna, 29, aus Koblenz und arbeite in einer Werbeagentur.
Wie bist du zum Lettering gekommen?
Ich liebe Schriften, Stifte und Papier. Bedingt durch meinen Job und aber auch dank Pinterest und Instagram. Dort folge ich vielen – hauptsächlich amerikanischen – Handletterern und Kalligrafen.
Anfang 2014 hat es mich gepackt und ich wollte das auch alles lernen. Nach allerlei Recherche und mühsamer Materialsuche, bin ich durch Zufall auf einen Online-Workshop aus den USA gestoßen. Dank dieses Kurses bin ich nun seit mehr als drei Jahren vom Handlettering- und Kalligrafie-Virus befallen.

Was gefällt dir / fasziniert dich so sehr am kreativen Schreiben?
Dass jedes Handlettering unterschiedlich aussieht und man (bzw. ich) am Anfang meist nicht weiß, was am Schluss dabei rauskommt 🙂
Woher holst du dir die Ideen zum Lettern?
Instagram und Pinterest sind tolle Inspirationsquellen. Aber auch im Alltag fallen mir immer wieder tolle Schriftarten auf (in der Werbung, an Hauswänden, auf Tafeln vor Cafés etc.).

Wie gehst du vor bei einem Lettering?
Meistens kommt mir eine Idee und ich muss es dann unbedingt direkt umsetzen. Dann erstelle ich zuerst ein Grundlayout, das aus Linien besteht, damit ich weiß, wie und wo ich welches Wort anordnen möchte. Darauf folgt dann eine Bleistiftskizze (oder auch mehrere, bis mir alles gefällt), danach übertrage ich es mit einem Fineliner auf Transparentpapier, um eine „Reinzeichnung“ zu erhalten und die übertrage ich dann (oft mit Hilfe von Kohlepapier) auf den Gegenstand, den ich belettern möchte (oder eben auf „normales“ Papier).
Welche „Technik“ bevorzugst du?
Im Moment liebe ich Transferfolien und möchte am liebsten jedes meiner Letterings folieren 🙂

Mit welchem Material letterst du am liebsten? (Stift, Papier, …)
Am allerliebsten sind mir immer noch Papier und Brushpen, aber mein iPad liebe ich auch sehr.
Was ist deiner Meinung nach das Wichtigste, damit ein Lettering schön aussieht?
Für mich ist es am Wichtigsten, dass das Lettering und die Komposition stimmig aussieht und alles zueinander passt. Dafür achte ich darauf, dass ich nicht zu viele unterschiedliche Schriftarten in einem Lettering verwende und dass die Buchstaben und die Weißabstände zwischen den Buchstaben gleichmäßig sind. Je gleichmäßiger alle Buchstaben und Weißabstände sind, desto homogener wirkt das Lettering.

Welche Tipps & Tricks helfen dir am Meisten?
Langsam arbeiten, nicht zu klein arbeiten (je größer die Buchstaben, desto einfacher), immer das Papier drehen, nie die Hand „verrenken“ und Üben, üben, üben 😉
