Mein Name ist Timo (Ostrich) und ich bin begeisterter Handlettering Künstler, Sketchnoter und Designer. Ich bin sowohl ein Fan von analoger, als auch digitaler Kunst.

Wie bist du zum Lettering gekommen?
Meine ersten Berührungspunkte mit dem Lettering kamen durch das Sketchnoting. Die Schriftgestaltung hat mich immer mehr fasziniert und völlig in seinen Bann gezogen. Und lässt mich nun auch seit gut 3 Jahren nicht mehr los.

Was gefällt dir / fasziniert dich so sehr am kreativen Schreiben?
Ich finde es einfach genial, wie viel man eigentlich mit Schrift ausdrücken kann. Die individuellen Formen, Proportionen, Stile usw. verändern das Schriftbild komplett und kleinste Details haben eine große Wirkung.
Auch die Vielzahl an Anwendungszwecken für Letterings fand ich schon immer großartig. Egal ob für ein kleines Logo, für die Dekoration, 3D-Objekte, ein Bullet Journal, Karten, Briefe oder Geschenke. Überall lässt sich das Handlettering super einsetzen.
Woher holst du dir die Ideen zum Lettern?
Natürlich bekomme ich viele Ideen durch die ganzen Social Media Inhalte. Da wird man regelrecht mit Möglichkeiten bombardiert. Allerdings neigt man dabei auch schnell dazu, Dinge nachzumachen.
Inspiration hole ich mir daher auch gerne in der Natur. Ein Spaziergang, ein Ausflug ans Meer oder eine Fahrradtour durch den Wald helfen mir dabei, kreative Impulse zu bekommen und neue Ideen zu entwickeln.

Wie gehst du vor bei einem Lettering?
Das hängt ganz vom Einsatzzweck ab. Manchmal lettere ich einfach drauflos, weil ich gerade Lust habe ein bestimmtes Wort zu schreiben.
Bei Kundenaufträgen hingegen fertige ich vorher Skizzen an und arbeite dann mit Hilfslinien und Vorzeichnungen für ein perfektes Ergebnis.

Welche „Technik“ bevorzugst du?
Ich mag eigentlich alle Techniken. Auch hier ist eher der Zweck entscheidend. Manchmal muss es die Faux Calligraphy sein (zum Beispiel auf groben Untergründen), manchmal lieber ein Brushpen oder auch ein digitales Lettering.
Mit welchem Material letterst du am liebsten? (Stift, Papier, …)
Die Abwechslung aus analogem und digitalem Lettering gefällt mir super. Beides hat Vor- und Nachteile und ich genieße es, wechseln zu können.
Besonders spannend finde ich aber auch die Herausforderung mit möglichst wenig Material etwas tolles zu kreieren. Zum Beispiel nur mit einem Bleistift und einem Notizblock.

Was ist deiner Meinung nach das Wichtigste, damit ein Lettering schön aussieht?
Was Wichtigste ist Harmonie. Ist der Großteil des Lettering harmonisch, wird es als schön wahrgenommen. Dazu gehören gleichmäßige Abstände, Strichstärken, Winkel usw. Aber auch das gekonnte Brechen von Regeln.

Welche Tipps & Tricks helfen dir am Meisten?
Der beste Trick ist einfach immer anzufangen. Meistens macht man sich viel zu viele Gedanken vorab. Legt man allerdings los, kann man viel besser urteilen, anpassen oder neumachen. In diesen Prozess kommt man nur durch das Machen.