Minimalistisches Jahr 2016: Der April

Schon wieder Ende April - und damit Zeit für ein Fazit bei der "Minimalismus-Challenge". Jeden Monat stellt Moni eine Aufgabe, um einen Bereich des Lebens etwas minimalistischer zu gestalten.

 

Folgende Bereiche wurden schon unter die Lupe genommen:
- Januar: Zeitschriften und Bücher

- Februar: Das Badezimmer

- März: Der Kleiderschrank

 

Und jetzt der April... Das war eine der schwierigsten - aber auch tollsten Aufgaben bis jetzt!

Challenge: Minimalistisches Jahr 2016 - April

In der Aufgabe für den April geht es nicht um das nächste Zimmer oder den nächsten Bereich in der Wohnung... Nicht um etwas physisches - sondern psychisches. Um mich - und meine Gedanken.

 

Minimalisiere negative Gedanken und Eigenschaften

Als ich die Aufgabe gelesen habe - war ich zugegeben etwas zweigeteilt. Einerseits finde ich es toll - negative Gedanken und Eigenschaften sind etwas, was wir alle ja eigentlich nicht wollen. Zudem ist das ein Thema, mit dem ich mich in letzter Zeit immer wieder beschäftige. 

Andererseits ist es schlichtweg einfach schwierig! Und vor allem ist es auch extrem schwer zu fassen. Ich kann da nicht ein Foto machen und sagen "7 von 10 T-Shirts habe ich weggegeben"... Sondern man muss sich so richtig mit sich selbst und seinem Leben befassen... Und so toll wie das einerseits ist - so gut wie das tut - ist dieser Spiegel vom eigenen Leben nicht immer nur positiv, wenn wir ehrlich sind.

Diese Aufgabe hat Moni in 4 Teile unterteilt:

Bleib Cool

Tönt einfach - oder? Wenn dich etwas nervt, wenn du dich aufregst, wenn etwas nicht so rund läuft... Einfach cool bleiben! Nur indem man sich darüber ärgert, wird eine Situation nicht besser.

 

Wie soll ich sagen - mal ja - mal nein ;-) Ich bin ein Mensch, der sich sehr schnell aufregt - aber auch schnell wieder abreagiert. Mir hilft es häufig, in Situationen, die ich nicht so toll finde, schnell Dampf abzulassen - und anschliessend ist wieder gut. Ich habe mich bemüht mich nicht jedes Mal aufzuregen, wenn eine Situation nicht so nach meinem Willen lief. Und ja - manchmal klappte das ganz gut und es tut auch gut. Wenn man cool bleibt - dann geht man viel leichter durchs Leben... Ein Lächeln - die gute Laune - und jawohl - diesen Tag kann man viiiiiiel leichter beenden!

Natürlich hat es nicht immer funktioniert... Letztens z.B. habe ich mich auf der Arbeit über eine KLEINE Sache genervt - und war dann den halben Nachmittag einfach nicht so toll gelaunt... Und dann hab ich mich zusätzlich noch darüber genervt, dass ich mich jetzt nerve... Das gibt manchmal einen kleinen Teufelskreis, der nicht immer ganz einfach zu durchbrechen ist...

Akzeptiere die Situation

Dampf ablassen in Situationen, die nicht gefallen, ändert nicht sehr viel. Akzeptiere die Dinge so wie sie sind. Versuche so oft wie möglich nicht zu motzen, zu nörgeln oder dich zu beschweren.

Ja - tönt für mich ähnlich wie das Thema "bleib cool"... Aber hier gehört für mich unter anderem auch das Lästern dazu. Und das ist eine Sache, die ich sehr gerne aus meinem Leben streichen würde. 

Wie schnell ist es passiert, dass man (schlecht) über jemanden spricht, der aber gar nicht dabei ist, der sich gar nicht wehren kann... Und das möchte ich einfach vermeiden in meinem Leben - muss zu meiner Schande aber gestehen, dass ich noch sehr weit davon entfernt bin. Es "passiert" einfach so schnell - und schon ist es raus... Meistens ja gar nicht böse gemeint... Und trotzdem finde ich es nicht in Ordnung, über andere Menschen schlecht zu sprechen.

Den Fokus im Leben will ich ja aufs Positive legen. Das sehen - darüber sprechen - was positiv ist. Was gefällt. Und diejenigen Dinge und Situationen, die mir nicht gefallen - die akzeptiere ich oder vergesse sie einfach sofort wieder... (Klar, man könnte jetzt darüber diskutieren dass man sehr wohl nicht alles akzeptieren muss - aber so weit gehe ich heute nicht ;-))

sei freundlich

Egal wo - sei freundlich zu deinen Mitmenschen. Vor allem dann, wenn dich etwas ärgert. Das Miteinander wird so viel entspannter und es gibt vor allem auch weniger Konfliktpotential.

Das gefällt mir. Den Leuten mit einem Lächeln begegnen - und so viel besser durch den Tag gehen. Klar, es gibt irgendwie immer Situationen, in denen das mit dem freundlich sein etwas schwierig ist, aber ich denke, meistens ist mir das gut gelungen. Zum Beispiel hatte ich ein "Gespräch" mit einem Mitarbeiter von meinem Mobilfunkanbieter. Und ich habe mich also grässlich genervt, dass die einfach machen können was sie wollen - und als Konsument bist du einfach ihrem Willkür ausgesetzt. Trotzdem blieb ich freundlich, der Mitarbeiter kann da ja auch nicht wirklich etwas dafür. Und es war ein gutes Gefühl!

Oder eine andere Situation in der ich gemerkt habe, was nur schon ein Lächeln bewirken kann. Da habe ich auf einer schmalen Strasse mit dem Auto eine Fussgängerin überholt. Kommt auf meinem Weg nach Hause öfters vor, aber an eine Situation erinnere ich mich noch, als wäre es gestern gewesen. Die Fussgängerin hat mir nämlich zugewunken - und so richtig freundlich gelächelt. Ich hatte da nicht so den besten Tag - und ihr Lächeln - das hat mich richtig aufgestellt! Das war ein Ansporn mehr, dass auch ich meinen Mitmenschen mit einem Lächeln und einem freundlichen Wort den Tag besser machen kann. Obs geklappt hat kann ich euch jetzt nicht sagen - Rückmeldungen gibt es selten auf so eine Reaktion. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass mit Freundlichkeit und mit einem Lächeln auch ein schlechter Tag so richtig gut werden kann!

Mach anderen eine Freude

Einfach so - ohne Grund - anderen Menschen eine Freude machen. Was andere glücklich macht, das macht dich selber auch glücklich!

Das ist etwas, was ich immer wieder versuche. Schon bevor ich diese Aufgabe gelesen habe ;-) Auf der Arbeit zum Beispiel, schreibe ich zwischendurch kleine Nachrichten und lege sie meinen Kollegen und Kolleginnen aufs Pult. (Meistens dann, wenn ich Spätschicht habe, und somit als Letzte aus dem Büro gehe.) Wenn die Anderen dann am nächsten Morgen auftauchen, haben Sie schon den ersten Grund, ihren Tag mit einem Lächeln in den Tag zu starten. Und ja - das freut extrem! 

Auch kleine Geschenke können jemanden so richtig glücklich machen. Der Freundin etwas schenken, weil man gerade an sie gedacht hat. Eine Blume - eine Tafel Schokolade... Gross heisst da nicht unbedingt besser - sondern der Gedanke ist wichtig. Auch eine SMS kann so richtig Freude machen. Nur eine kurze Nachricht "Hey, ich denk gerade an dich... Hab dich lieb und wünsch dir einen wunderbaren Tag."... Das freut doch jeden, so etwas zu Hören oder zu Lesen?!

Letztens kam z.B. eine Freundin zu mir auf Besuch, und sie hat mir eine Rose mitgebracht. Einfach so - und das ist einfach toll! Jedes Mal, wenn ich diese Rose angeschaut habe, habe ich an diese Freundin gedacht und an mein Glück, dass ich sie kennen darf. 

Und solche kleinen Situationen, die machen das Leben soooo viel lebenswerter - einfach so! Und was die Anderen glücklich macht - das macht dich selber auch glücklich!

Fazit

Negative Gedanken und Eigenschaften zu minimieren ist absolut keine Sache, die von heute auf morgen klappt. (zumindest bei mir nicht ;-)) Trotzdem finde ich es noch fast wichtiger, als wenn der Kleiderschrank oder das Büchergestell ausgemistet wird. Es ist ein Thema, welches mich seit einiger Zeit beschäftigt, und wo ich trotzdem das Gefühl habe, noch viel Luft nach oben zu haben. Aber hey - Herausforderungen braucht es ja im Leben... ;-)

Zu dieser Thematik liebe ich auch viele Texte von Joanna - der Bloggerin hinter Liebesbotschaft. Joanna sprudelt nur so über von Energie und Lebensfreude - und da schneide ich mir gerne auch ein Stück davon ab... ;-) Sie hat zum Beispiel einige Texte geschrieben zum Thema "Du kommst nicht auf meine Party" - was so viel heissen will, wie - "Dich will ich nicht in meinem Leben". Da schreibt sie - echt toll übrigens - warum Neid, Selbstmitleid oder Andere verurteilen nicht in ihr Leben gehören...

Ich mag ihren Schreibstil total gerne - und kann euch nur empfehlen, auch bei Joanna mal etwas zu schmökern, falls euch dieses Thema weiter interessiert.

Das war heute mal ein etwas persönlicherer Text - mögt ihr mir auch verraten, ob ihr irgendwelche Tipps und Tricks habt, um positiv durchs Leben zu gehen? Wie schafft ihr das, all das Negative aus eurem Leben zu verbannen?

 

Ich verlink mich noch schnell beim Freutag - (ich freu mich nämlich ziemlich fest, dass ich schon so einiges an negativen Gedanken und Eigenschaften los geworden bin...) und wünsche euch ein wunderbares Wochenende! Mit gaaaanz viel Positivem... =)

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